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Hallo,

wir setzen unsere Reihe, in der wir interessante Studienstandorte und (Wirtschafts-) Informatikstudiengänge vorstellen fort. Diesmal geht es ins schöne Österreich an das Management Center Innsbruck.

Bereits vorgestellte Einrichtungen waren u.a. die TH BrandenburgHochschule HeilbronnHochschule Harz.

Als Verantwortlicher für das SAP University Alliances Programm in der DACH Region freue ich mich auf das Gespräch mit Studierenden sowie Prof. Dr. Killian und Prof. Dr. Ploder.

Viel Freude beim Lesen. Hinterlassen Sie gerne Ihre Kommentare oder Vorschläge, welche Universität/Hochschule wir als nächste Einrichtung vorstellen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Andre Biener, Director DACH, SAP University Alliances, SAP SE

 

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André Biener (AB): "Zunächst möchte ich Ihnen Prof. Dr. Kilian und Prof. Dr. Ploder sowie Ihren Studenten danken, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns einen Einblick in das Studium an der Unternehmerischen Hochschule Innsbruck (MCI) zu gewähren. Beginnend würde ich gerne von Ihnen erfahren, worauf Sie Ihren Fokus in der Lehre am MCI setzen?" 

Prof. Dr. Dietmar Kilian (DK): "Ursprünglich ist das MCI eine Ausgründung der seit mehr als 350 Jahren bestehenden Universität Innsbruck. Anfangs konzentrierte sich die Lehre ausschließlich auf Betriebswirtschaftswissenschaften, aber im Laufe der Zeit kamen auch andere Fachbereiche hinzu, darunter technische, touristische, ernährungswissenschaftliche und sozial orientierte Studiengänge. Obwohl wir uns nicht als herkömmliche Fachhochschule betrachten, sind wir vielmehr eine Mischung aus Hochschule und Universität. Zudem haben wir unseren Schwerpunkt in den Betriebswirtschaftswissenschaften beibehalten." 


Prof. Dr. Dietmar Kilian


Prof. Dr. Christian Ploder (CP): "Der Studiengang Management, Kommunikation und IT spiegelt genau das wider. Die Hälfte des Studienprogramms umfasst betriebswirtschaftliche Inhalte, während der Rest auf technische Lehrinhalte und Soft Skills aufgeteilt wird. Unsere Lehrmethoden sind stark praxisorientiert. Unsere Studierenden verbringen ihre ersten vier Semester hier vor Ort und haben die Möglichkeit, vor Beginn ihrer Bachelorarbeit auch ein Semester im Ausland zu verbringen. Während des gesamten Studiums bieten wir unseren Studierenden zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Unternehmen zu vernetzen und beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg zu schaffen." 


Prof. Dr. Christian Ploder


AB: "Was erwartet Studierende in Ihrem Studiengang zu Projekt- sowie Prozessmanagement & Business Networks?"

DK: "Um den Unterricht zum Projektmanagement möglichst vielseitig zu gestalten, verwende ich eine Kombination aus interaktiven und hybriden Lehrmethoden. Zu Beginn erhalten die Studierenden eine Einführung in die Grundlagen des Projektmanagements und haben Zugriff auf unterstützende Online-Lernressourcen. Anschließend haben die Studierenden die Möglichkeit, ein eigenes Projekt auszuwählen, an dem sie ein ganzes Semester lang arbeiten. In regelmäßigen Coaching-Sitzungen reflektieren wir den Fortschritt ihrer Arbeit und besprechen die nächsten Schritte. Das Ziel besteht darin, ein Problem zu analysieren und verbessern, beispielsweise durch die Entwicklung einer App oder einer Homepage. Innerhalb dieses Rahmens können sie wertvolle Erfahrungen sammeln und dabei praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag gewinnen." 

CP: "Im selben Semester findet auch das Modul zum Prozessmanagement statt. Auch hier legen wir großen Wert auf selbstgesteuertes Lernen und praxisnahe Anwendungsbereiche. Nach einer Einführung in verschiedene Vorgehensweisen haben die Studierenden die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in Projekten zu sammeln. Idealerweise stellen Unternehmen spezifische Herausforderungen bereit, an denen die Studierenden in Gruppen von 4 bis 5 Personen arbeiten können. Dabei analysieren sie den aktuellen Zustand eines Prozesses in einem Unternehmen oder wählen frei ein eigenes Projekt. Im Anschluss entwickeln sie Lösungsvorschläge zur Verbesserung eines bestimmten Prozesses. Diese Erfahrungen erweisen sich dann wertvoll für die Studierenden, wenn sie im nächsten Semester das Thema ERP (Enterprise Resource Planning) behandeln." 

AB: "Auf der Suche nach einem Studienplatz spielen viele Kriterien eine Rolle. Was hat sie dazu gebracht, das Studium an der Unternehmerischen Hochschule zu beginnen?" 

Lukas Kendlbacher (LK): "Bereits während meiner Oberstufenzeit hatte ich mit einer Vielzahl wirtschaftlicher und informationstechnischer Lerninhalte. Diese Themen wollte ich gerne im Rahmen eines Studiums vertiefen. Wirtschaftsinformatik bietet die perfekte Verbindung dieser beiden Bereiche, weshalb dieser Studiengang ideal zu meinen Interessen passt. Mein Entschluss wurde zusätzlich durch den Tag der offenen Tür am MCI gestärkt, während ich persönlich auch schon Empfehlungen des Studiums am MCI erhalten hatte." 

Jana Gufler (JG): "Meine Schwester hat bereits ihren Bachelor in Management & Recht am MCI gemacht und befindet sich nun im Masterstudium. Aus diesem Grund konnte sie bereits ihre Erfahrungen mit mir teilen und ich habe ein Gefühl für die Atmosphäre hier bekommen. Das Angebot an Unterstützung durch die jeweiligen Departments der Studiengänge sowie die Hilfsbereitschaft der DozentInnen senken die Angst zum Studienbeginn." 

AB: "Wie versuchen Sie Ihren Studenten die Thematik Digitalisierung greifbar näher zu bringen?" 

DK: "Natürlich ist das Thema Digitalisierung ein integraler Bestandteil unserer Vorlesungen. Bereits vor dem Ausbruch von COVID-19 haben wir das Erleben der Digitalisierung gefördert, jedoch hat sich seitdem auch bei uns die Integration des virtuellen Raums verstärkt. Unsere Studierenden sind digital vernetzt und tauschen sich aktiv miteinander aus. Zudem haben sie durch ihre Erfahrungen in Unternehmen die Möglichkeit, den Prozess der Digitalisierung direkt zu erleben. Viele unserer Studierenden suchen gezielt nach Praktikumsstellen, die eng mit dem Thema Digitalisierung verbunden sind, um in diesem Bereich wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln." 

CP: "Durch die Projektarbeit erhalten unsere Studierenden einen besonderen Einblick in die Möglichkeiten und Auswirkungen der Digitalisierung. Die Verknüpfung von wirtschaftlichem und informationstechnischem Wissen ermöglicht es ihnen, logisches Denken, Analysefähigkeiten und kritische Bewertung zu erlernen und zu verfeinern." 

AB: "Welche Möglichkeiten bieten sich für Studierende im Laufe des Studiums, um an Projekten mitzuarbeiten?"

JG: "Im ersten Semester gewinnt man vor allem durch kleinere Projekte wertvolle Erfahrungen im Bereich der Teamarbeit und lernt, wie man gemeinsam zu einem erfolgreichen Ergebnis gelangen kann. Im Modul zum Projektmanagement hatte ich die Möglichkeit, ein Projekt umzusetzen, das mich persönlich betrifft. Als begeisterte Reiterin entwickelte ich eine App, die die Kommunikation im Stall verbessern sollte, angefangen vom Stallbesitzer bis zu den Mitgliedern. Diese Erfahrung war besonders lehrreich, da sie mir einen Einblick in den zukünftigen Arbeitsalltag ermöglichte und verdeutlichte, wie Projekte in der Realität umgesetzt werden können." 

DK: "Für die Studierenden ist es äußerst bereichernd zu erfahren, dass sie innerhalb eines Semesters durch ihre Arbeit tatsächlich konkrete Ergebnisse erzielen können und nicht nur Erfahrungen für ihr persönliches Wachstum sammeln. Während im Bachelor-Studium noch eher kleinere Projekte bearbeitet werden, können sich Masterstudierende auf umfangreichere Forschungsprojekte freuen. Darüber hinaus besteht am MCI die Möglichkeit, eine Teilanstellung zu erwerben, was den Studierenden zusätzliche berufliche Perspektiven und praxisnahe Erfahrungen bietet." 


MCI Image Foto


AB: "2018 wurde die Unternehmerische Hochschule als SAP NextGen Chapter ausgezeichnet. Inwieweit kommen Ihre Studenten mit SAP in Berührung?" 

DK: "Wir setzen am MCI auf Business by Design, da es optimal unseren Anforderungen entspricht und sich gut für unseren Studiengang eignet, der keinen Schwerpunkt auf ERP legt. Mit dieser Softwarelösung können unsere Studierenden ERP-Prozesse innerhalb von SAP-Lösungen realisieren. Der Einsatz von Business by Design findet hauptsächlich im Bachelorstudiengang statt." 

CP: "Als SAP NextGen Chapter arbeiten wir aktiv an der Weiterentwicklung von Lehrveranstaltungen, wie beispielsweise der Entwicklung eines Online Planspiels. Unser Ziel ist es, die Verbindung von Theorie und Praxis zu stärken, indem wir den Studierenden die Möglichkeit bieten, auch in einer Simulation mit generischen Businessprozessen praktische Erfahrungen zu sammeln. Durch diese Herangehensweise wird die Theorie für die Studierenden greifbarer und besser verständlich gemacht - ähnlich wie bei der klassischen Projektarbeit." 

AB: "Konnten Sie bisher schon Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln und inwieweit bot die Hochschule dafür den Rahmen wie durch das MCI Recruiting Forum?" 

LK: "Seit dem dritten Semester arbeite ich im Bereich Projektmanagement bei einem Unternehmen im Lebensmittelhandel. Ich konnte das Gelernte am MCI direkt in meine Arbeit integrieren und durch die praktische Anwendung mein Wissen festigen. Auch im Unternehmen hat man gemerkt, dass ich mit meinem Studienwissen wertvolle Erfahrungen einbringen kann. Für alle, die sich beruflich orientieren möchten, bietet das Karriereportal der Hochschule ausgeschriebene Stellen an. Zudem besteht die Möglichkeit, sich beim jährlichen Karrieretag im Herbst zu informieren und idealerweise Kontakte zu knüpfen." 


Lukas Kendlbacher


DK: "Zusätzlich haben unsere Studierenden die Möglichkeit, Kontakte zu SAP-Partnern zu knüpfen oder sich mit Unternehmen zu vernetzen, die Gastvorlesungen am MCI halten. Viele unserer Studierenden legen durch Praktika den Grundstein für ihre berufliche Zukunft oder suchen nach internationalen Möglichkeiten im Ausland. Dies ermöglicht ihnen wertvolle Erfahrungen und eröffnet neue Perspektiven für ihre berufliche Laufbahn." 

AB: "Auch wenn man im Studium lernt, wie man eigenverantwortlich arbeitet, welche Unterstützung können Studierende in Anspruch nehmen, um sich im Studentenleben zurechtzufinden und möglichst barrierefrei das Studium abzuschließen?" 

JG: "Der Beginn meines Studierendenlebens wurde hauptsächlich durch die Umstände von COVID-19 geprägt. Nichtsdestotrotz wurde man gut in das Studium begleitet. Am MCI gibt es für jeden Studiengang ein spezifisches Departement, das als zentrale Anlaufstelle für zahlreiche Fragen und Probleme dient. Ich schätze die Möglichkeit, in meinem eigenen Tempo zu lernen, und hatte nie das Gefühl, keine Unterstützung bei Problemen zu erhalten." 


Jana Gufler


DK: "Des Weiteren gibt es am MCI-Studentenvertretungen und Organisationen, die sich um die Anliegen der Studierenden kümmern, sowie ein Mentoring-Programm zur Unterstützung. Bei Alumni-Veranstaltungen sind auch aktuelle Studierende herzlich eingeladen, um Tipps und Ratschläge auszutauschen. Unsere Studierenden sind im Allgemeinen gut miteinander vernetzt, und Freundschaften entwickeln sich schnell aufgrund der überschaubaren Gruppengröße. Für ernstere Fälle steht auch eine psychologische Beratung zur Verfügung, die während der Coronazeit verstärkt genutzt wurde. Die Studierenden finden somit eine breite Palette an Unterstützungsmöglichkeiten und Ressourcen, um ihre Studienzeit erfolgreich zu gestalten." 

AB: "Natürlich ist nicht nur die Qualität der Lehre für ein erfolgreiches Studium wichtig, sondern auch die Lernumgebung. Was gefällt Ihnen am Campus am besten?" 

DK: "Der MCI-Campus wurde auf einem ehemaligen Militärgelände errichtet, was die Integration von Grünflächen in die Planung erleichterte. Um den steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden, sind in den kommenden Jahren weitere Gebäude geplant. Die Hochschule wächst stetig, und ein neuer Campus wird in naher Zukunft zusätzliche Lernmöglichkeiten bieten." 

LK: "Der Campus liegt nicht zentral in der Stadt, was den Studierenden die Möglichkeit bietet, die grüne Umgebung in ihrer Freizeit zu genießen und den Kopf freizubekommen. Es ist ideal für Spaziergänge, und auch der Hofgarten auf dem Campus ist sehr ansprechend gestaltet. Die Bibliothek nutze ich vor allem dann, wenn ich einen ruhigen Raum zum konzentrierten Arbeiten benötige. Zudem ist ein Großteil der Literatur online verfügbar, was den Zugang zu den benötigten Ressourcen erleichtert."

AB: "Weiterhin wäre es auch interessant zu erfahren, welche Angebote für Studenten gibt es an der Hochschule, die das Studium bereichern?" 

CP: "So ziemlich alle zwei Wochen finden spannende Gastvorträge aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur und vielem mehr statt. Diese bieten den Studierenden wertvolle Einblicke und erweitern ihren Horizont. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer unserer 400 Partneruniversitäten zu absolvieren. Dadurch eröffnen sich den Studierenden internationale Perspektiven und vielfältige Erfahrungen. Zudem kooperieren wir eng mit der Universität Innsbruck, was den Studierenden Zugang zur Bibliothek und sämtlichen Sportangeboten ermöglicht. Dies bietet ihnen die Chance, sich sportlich zu betätigen und neue Aktivitäten auszuprobieren." 

LK: "Am MCI besteht die Möglichkeit, freiwillig zusätzliche Badges zu erwerben und die eigenen Soft Skills nach individuellen Bedürfnissen weiterzuentwickeln. Diese Badges bieten den Studierenden die Chance, ihr Wissen in spezifischen Bereichen zu vertiefen und ihre Kompetenzen zu erweitern. Darüber hinaus finden auch außerhalb der regulären Vorlesungen Vorträge statt, die eine Vielzahl von Themen abdecken und neue Erkenntnisse ermöglichen." 

AB: "Die Region um Innsbruck bietet eine schöne Naturkulisse. Wie verbringen Sie dort gerne die Freizeit? "

JG: "Neben dem Campus der Hauptuniversität gibt es ein Sonnendeck, das besonders in den Sommermonaten zum Treffpunkt der Studierenden wird. Hier versammeln sich die Studierenden gerne donnerstags, um gemeinsam zu feiern und das gute Wetter zu genießen. Zudem gibt es eine lokale Bierpong-Meisterschaft, die über das gesamte Semester läuft und attraktive Preise zu gewinnen bietet. Neben diesen geselligen Aktivitäten verbringe ich persönlich meine Freizeit gerne auf dem Mountainbike und erkunde die umliegende Natur. Zudem begeistere ich mich für den Reitsport." 

DK: "Innsbruck ist eine lebendige Studentenstadt, in der 34.000 der insgesamt 130.000 Einwohner Studierende sind. Auch heute gibt es noch traditionelle Studentenlokale, die bereits zu meiner Studienzeit existierten. Die Stadt bietet eine beeindruckende Vielfalt an sportlichen und kulturellen Aktivitäten. Das kulturelle Angebot reicht von Jazzmusik bis hin zu Veranstaltungen wie dem Barocksommer. Dennoch zeigt sich, dass unsere Studierenden ein besonderes Interesse am Sport haben, was durch verschiedene Vergünstigungen unterstützt wird. Zusätzlich ist Tirol eine touristische Region und besonders der Sommer ist sehr interkulturell. Um den Verkehr vor Ort ökologischer zu gestalten, gibt es das Klimaticket, mit dem man vergünstigt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln durch Österreich reisen kann."

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